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Durch den auch in Osterwick früh einsetzenden Terror der Nazis verließen fast alle Juden vor 1939 das Dorf. Lebten 1932 noch 19 Juden im Gemeindegebiet Osterwick war es am 9. November 1938 nur noch der Jude Jakob Rose, der in seinem Elternhaus im hohen Alter von 69 Jahren ausharrte. Nach der Reichsprogromnacht hatte Bürgermeister Herbsthoff über den Landrat Bericht über das Ausmaß der Vorfälle in seinem Amtsbezirk zu erstatten. Seine Meldung beschränkte sich auf Sachbeschädigungen und eine Festnahme, Vorfälle die sich anscheinend nur in Darfeld zugetragen hatten. Ruhe herrschte in Osterwick jedoch auch nicht. Zeitgenossen wissen noch heute davon zu berichten, daß der alte Mann Jakob Rose mit einem seinen mosaischen Glauben verhöhnenden Schild um den Hals durch die Straßen des Dorfes getrieben wurde. Am 27. September 1942 soll auch Jakob Rose Osterwick, seine Heimatstadt, verlassen haben. Auf Befehl der Gestapo hatte er sich am 31. September zum Sammeltransport in Münster zu stellen. Entweder überlebte er wegen seines hohen Alters den Transport in`s Konzentrationslager nicht oder er wurde später dort umgebracht. |